Montag, 4. August 2014

Rotorua


Heute morgen musste ich keinen Terror machen, Manon stand ganz von alleine auf :) Wieder haben wir gemütlich gefrühstückt und sind dann mit dem Auto los in Richtung Waitomo um uns die Glühwürmchenhöhle anzugucken. Die Fahrt dauerte etwa zwei Stunden. Wir sind durch Landschaften gefahren, die aussahen wie im Film. Wie in Herr der Ringe zum Bleistift ;)

Die Führung war sehr interessant, der Maori der sie gemacht hat ziemlich lustig und die Höhle selbst wunderschön. Unser Guide führte uns durch eine Tropfsteinkulisse, die sich über Jahrhunderte, Jahrtausende gebildet hat, von Menschen unberührt. Die Akkustik in der Höhle ist so gut, dass dort manchmal Chöre Konzerte geben. Unser Guide hat das Licht ausgemacht und uns ein traditionell maorisches Lied vorgesungen. Das war berührend. Das Highlight allerdings war die Bootsfahrt zum Schluss durch eine schwarz düstere Höhle. Wir fuhren durch einen Gang der immer breiter und höher wurde und als wir um die Kurve fuhren waren vor uns Abertausende Glühwürmchen an der Decke. Wahnsinn!

Danach gönnten wir uns was Leckeres im Huhu, ein Café das wir im Lonely Planet erspäht haben und seinen guten Ruf verdient hat. Dann traten wir wieder die Rückreise an. Heute steht es 1:1 für uns beide mit "nach dem Abbiegen in die rechte Spur geraten". 

Zuhause angekommen blieben uns 5 (!) Minuten bis zur Abfahrt mit dem Bus zum Mitai Maori Village, wo wir einen Einblick in die maorische Kultur bekamen (guckst du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Māori).  Zuerst begrüßte der Gastgeber jede vertretene Nation einzeln. Seit 12 Jahren macht er das. Er kann quasi auf jeder Sprache seine Gäste begrüßen, ein paar Worte wechseln und Schokoladenkuchen sagen. Auf Deutsch konnte er sogar die Wörter "Glühwürmchen" und "Eichhörnchen". Er sprach heute unter anderem italienisch, spanisch, dänisch, deutsch, niederländisch, französisch, chinesisch, koreanisch und australien dialekt. Es waren 18 Nationen vertreten. Als wir uns als Luxemburger meldeten, war er zum ersten Mal am Abend etwas sprachlos. Welche Sprache man da spricht. Luxemburgisch. Oha. Er wollte dann ein paar Ausdrücke hören wie "Wéi geet et?" oder "Schokelaskuch" und fügte dann hinzu, dass er in 12 Jahren keinen Luxemburger dort hatte. Wir waren also die Ersten und ernteten dafür Applaus von allen Anwesenden. 

Anschließend führte er uns nach draußen und zeigte uns, wie unser Essen gerade zubereitet wurde. Nämlich lag das unter dicken Leinentüchern eingepackt auf dem Boden über Kohle. Seit über 4 Stunden garte das dort vor sich hin: Kartoffeln und Süßkartoffeln, Hähnchen, Lamm und Stuffing. Es roch fantastisch und sah zudem beeindruckend aus. 

Dann durften wir uns eine Show der Maori ansehen. Der Stammhäuptling erzählte von seiner Familie und Vorfahren, deren Kultur, Gesang, Sprache, Gestik, Instrumenten, Kampfkunst und Bemalungen. Der Stamm selbst führte einige beeindruckende Stücke vor und nachdem wir in einer Kette "HUAKA" geschrien haben, durften wir zum Buffet und das leckere Essen verspeisen. Ein Traum!

Nach dem Essen ging es nocheinmal für einen Spaziergang kurz durch den Wald. Manon meinte irgendwann zu mir: "Ist dir bewusst, dass wir gerade in Neuseeland im Regenwald stehen und uns Glühwürmchen angucken?"

Waitomo Glowworm Cave
Kein Bild von uns, Kameras waren nicht erlaubt... http://www.huffingtonpost.co.uk/2013/05/12/glow-worm-cave-waitomo-new-zealand_n_3262369.html


Essenszubereitung maorischer Art 







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