Montag, 18. August 2014

Lake Tekapo to Oamaru

Heute gings von Lake Tekapo an die Ostküste nach Oamaru. Die Fahrt verlief dieses Mal ohne Pause (keine braunen Schilder mit Lookout oder Walking Track), sodass wir schon gegen Mittag in Oamaru ankamen.

Dort wurden wir in unserem heutigen Hostel von einer sehr speziellen Dame empfangen, die wohl eher nicht ihrem Alter entsprechend angezogen war und uns auch eine Nummer zu verrückt ist und ihre Haare sehr ausgefallen trägt (verfilzt am Hinterkopf), jedoch war sie sehr nett. Sie führte uns durch das Haus, wo wir an Zimmern mit ungemachten Betten vorbeigingen. Die Frau meinte sie müsse da mal Wäsche waschen. Das Zimmer ist mittlerweile belegt. Unser Zimmer ist sehr nett und wir teilen es mit einem Italiener. Nach der Führung durchs Haus, mussten wir und ihr stinkender Hund in ihr sehr (!) dreckiges Auto. Sie machte mit uns eine kleine Rundfahrt durch Oamaru und zeigte uns nette Plätze und Stellen an denen wir abends Pinguine beobachten können. Sehr nett ! Trotzdem waren wir erleichtert, wieder in unserem weniger chaotischen Auto zu sitzen.

Denn nun fuhren wir erst mal nach Moeraki, um uns die berühmten Moeraki Boulders anzusehen. Wir machten dort also einen kleinen Spaziergang über den Strand, an den Boulders vorbei. Das war richtig schön, dank des tollen Wetters und der Ruhe am Strand.

Anschliessend fuhren wir 3 km weiter bis ins Town Centre von Moeraki. Hier sind sehr viele Läden Montags geschlossen, doch auf Tripadvisor hatte ich ein kleines Restaurant nahe am Strand gefunden, das Montags geöffnet hat. Das war ein richtig guter Fund auf Tripadvisor, denn die Lage vom Restaurant war richtig gut -> wir saßen auf der Terrasse - ohne Jacke! - mit Blick aufs Meer. Der Service war super nett und das Essen und das Bier waren richtig gut!

Nach dem verlorenen Kampf mit dem Essen (die Portionen waren einfach zu groß), wollten wir uns noch den Leuchtturm von Moeraki anschauen. Also fuhren wir los zur Lighthouse Road, bei der es sich wie es sich in Neuseeland gehört, um eine "Gravelroad", also ohne Straßenbelag, handelt. Unterwegs haben wir mehrmals angehalten, um die schöne Aussicht und die Tiere am Wegesrand zu fotografieren (Kühe, Schafe, Ziegen). Beim Leuchtturm angekommen, waren wir gar nicht mehr sosehr am Leuchtturm selbst interessiert, sondern vielmehr an dem Pinguinschild das dort hing.
Wir folgten dem Schild und gelangten über einen kleinen Weg den Berg hinab zu einem kleinen Försterhäuschen, mit Fenstern aus denen man den Strand sehen konnte. Dieses Häuschen wurde extra aufgebaut, als Beobachtungs-Versteck. So saßen wir zweieinhalb Stunden in diesem Häuschen am Fenster und beobachteten die Robben am Strand und die Yellow-Eyed Pinguine! Wir haben Pinguine gesehen!! In freier Wildnis! Das war so schön!

Bevor wir endgültig dort festgefroren waren, sind wir aufgebrochen und sind zurück nach Oamaru gefahren. Denn dort wollten wir auch noch Little Blue Penguins sehen! Zuerst spazierten wir dort am Steg entlang und glaubten nicht so richtig daran, dass wir dort heute Abend noch kleine Pinguine sehen sollten. Doch dann konnten wir sie auf einmal hören! Wir folgten dem Geräusch und standen eine Weile dort, um dem Pinguingesang zuzuhören. Zu dem Zeitpunkt waren wir schon glücklich, dass wir diese kleinen blauen Pinguine hören durften. Doch es kam noch besser! Wir gingen an einem alten Gebäude vorbei und dort unten im Eingang eines Lüftungsschachts saß ein kleiner Pinguin! Das arme Ding. Wir liefen noch einmal zum Steg zurück, wo noch mehr kleine blauen Pinguine direkt neben uns standen und an uns vorbei gelaufen sind. Fantastisch!

Absolut glücklich fuhren wir heim und nun liegen wir in einem geheizten Bett!


Moeraki Boulders


Sommerwetter im Winter


Kühe am Meer?!


Wieder eine Robbe


Na wer kommt denn da am Strand hinauf?

Yellow-Eyed Penguin

Little Blue Penguins

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